Die bacharacher Wernerkapelle am Rheinburgenweg

Der RheinBurgenWeg – Wandern und fotografieren

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Allgemein, Bilder

Wandern und fotografieren ist vielleicht nicht die beste Kombination, um „künstlerische“ Bilder zu machen. Schließlich hat man hier einen Zielkonflikt zwischen der „Zeit für das Motiv“ und der „Zeit für den Weg“. Trotzdem habe ich meine OM-D eingepackt und mich mit einem Freund aufgemacht, den linksrheinischen RheinBurgenWeg zu erkunden.

Nirgendwo auf der Welt dürfte die Burgendichte höher sein als im Mittelrheintal, zwischen Koblenz und Bingen. Ich wohne schon seit einigen Jahren in dieser Gegend, aber noch nie, habe ich sie zu Fuß erkundet. Das musste sich ändern. Gestartet sind wir im vergangenen Dezember, mit der zweiten Etappe des Rheinburgen-Wanderweges, von Trechtingshausen nach Bacharach. Ein paar Wochen später haben wir die Tour mit dem dritten Abschnitt, von Bacharach nach Oberwesel fortgesetzt.

Natürlich habe ich die Wanderung nicht nur der Bewegung wegen gemacht. Für mich war es auch eine Erkundung nach interessanten Fotomotiven, denen ich mich in Zukunft möglicherweise etwas ausführlicher widmen kann.

Die zweite Etappe…

beginnt in Trechtingshausen. Von der Aussichtsplattform „Siebenburgenblick“ aus wird einem klar, welche Strecke man noch vor sich hat. Bis zur Rheinbiegung muss man laufen.

Der Ausblick von der Aussichtsplattform "Siebenburgen Blick" bei Trechtingshausen

Der Ausblick von der Aussichtsplattform „Siebenburgen Blick“ bei Trechtingshausen.

Die Heimburg in Niederheimbach, ist aus fotografischer Sicht eher nicht so reizvoll. Betreten kann man sie auch nicht so ohne weiteres. Die Burg ist in Privatbesitz.

Die Heimburg in Niederheimbach (Auch Hohneck oder Hoheneck genannt).

Die Heimburg in Niederheimbach (Auch Hohneck oder Hoheneck genannt).

Also geht es weiter Richtung Oberdiebach…

Im Dezember steht die Sonne schon sehr früh, sehr tief.

Im Dezember steht die Sonne schon sehr früh, sehr tief.

und kommt dabei an der Burgruine Fürstenberg vorbei. Vermutlich im Jahre 1219 erbaut, wurde sie, wie fast alle Burgen am Mittelrhein, im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen zerstört (1689). Die Ruine ist in meinen Augen ein interessanteres Motiv als die Heimburg. Darum werde ich sie mir bei Gelegenheit einmal genauer anschauen und „näher drann“ gehen.

Die Burgruine Fürstenberg bei Oberdiebach.

Die Burgruine Fürstenberg bei Oberdiebach.

Viel Ausblick gibt es auf dem Wanderweg auch :-) .

Blick über den Rhein nach Lorch.

Blick über den Rhein nach Lorch.

Das ist nicht mein Teekännchen. Am Wegesrand gibt es das ein oder andere zu entdecken.

Utensilien am Wegesrand, auf dem Weg nach Bacharach.

Utensilien am Wegesrand, auf dem Weg nach Bacharach.

In Bacharach angekommen, war die Sonne am untergehen. Darum hat das Bild auch so eine scheinbar falsche Farbe. Neee … das ist Abendrot im Dezember.

Burg Stahleck in Bacharach. Der Weißabgleich stimmt!

Burg Stahleck in Bacharach. Der Weißabgleich stimmt!

Die dritte Etappe…

des Wanderweges, führt von Bacharach nach Oberwesel. Beim „Aufstieg“ auf den Rheinkamm kommt, man auch an diesem Turm vorbei. In der Saison, darf man da vielleicht sogar mal rein bzw. rauf.

Ein Turm mit Gesicht :-O. Er steht bei Bacharach, auf dem Weg nach Oberwesel.

Ein Turm mit Gesicht :-O. Er steht bei Bacharach, auf dem Weg nach Oberwesel.

So sieht Rheinromantik aus! Die gotische Wernerkapelle von Bacharach. Sie fiel ebenfalls im Jahre 1689 dem Pfälzer Erbfolgekrieg zum Opfer und ist seit dem eine Ruine.

Die bacharacher Wernerkapelle, im morgendlichen Gegenlicht.

Die bacharacher Wernerkapelle, im morgendlichen Gegenlicht.

Der Auslick von einem der vielen Aussichtspunkte am Rheinburgenweg, die zum Rasten einladen.

Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein in Rhein und die Burg Gutenfels.

Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein in Rhein und die Burg Gutenfels.

Und noch ein Relikt aus nicht ganz so alter Zeit. Der Weinberg ist inzwischen verwildert. Nur noch Büsche und Sträucher sind dort zu finden. Riesling jedoch nicht mehr.

Heute gibt es nur noch die Tafel. Der Weinberg ist verwildert.

Heute gibt es nur noch die Tafel. Der Weinberg ist verwildert.

Die Schönburg bei Oberwesel, ist seit 1957 ein Hotel und lädt zum Urlaub machen ein.

Die Schönburg bei Oberwesel.

Die Schönburg bei Oberwesel.

Die Burg kann man sich auch von innen anschauen. Hier habe ich einmal die HDR-Funktion der OM-D E-M1 ausprobiert (freihand). Es hat geklappt. Aber ich glaube wenn man wirklich tolle HDR Bilder will, macht man besser eine Belichtungsreihe und fügt die Fotos am Computer zusammen. Für einen Schnappschuss mit etwas anderer „Anmutung“, geht es aber auch so.

Innenhof der Schönburg.

Innenhof der Schönburg.

Hier nochmal der Blick zurück, beim „Abstieg“ nach Oberwesel. Der Wanderweg erfordert schon ein wenig Kondition. Egal in welcher Richtung man läuft. Ein paar hundert Höhenmeter, hat man immer zu überwinden.

Abstieg von der Schönburg nach Oberwesel.

Abstieg von der Schönburg nach Oberwesel.

Das Ende der dritten Etappe. Oberwesel mit der dominierenden Liebfrauenkirche. Sieht das Gebäude von weiterer Entfernung noch recht imposant aus, so erkennt man bei näherer Betrachtung, dass es mal ein wenig renoviert werden müsste.

Die Liebfrauenkirche in Oberwesel.

Die Liebfrauenkirche in Oberwesel.

So; Das war es erst mal. Meine ersten Eindrücke von diesem Wanderweg. Zur richtigen Tageszeit, am richtigen Ort, kann man hier wahrscheinlich fantastische Landschaftsaufnahmen machen. Er wird mich sicher die nächsten Jahre beschäftigen.

1 Kommentar

  1. Das sieht mir nach einem fotografischen Eldorado aus. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

    Da hast Du wirklich für die nächsten Jahre ordentlich was zu erkunden. Der Heimvorteil ist bei der Landschaftsfotografie unschlagbar. Die Motive einkreisen, die Tages- und Jahreszeiten einschätzen zu lernen und dabei ein Gespür für das richtige Licht zu bekommen. Das erfordert viel Zeit und lange Ausdauer. Aber Du wirst mit vielen kleinen, tiefgehenden Erlebnissen, und sicher früher oder später mit einzigartigen Bildern belohnt.

    Außerdem macht es sehr viel Spaß, sich mit den Hintergründen, der Geschichte seiner Motive auseinanderzusetzen.

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Gruß Kai

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